Wie finde ich die passende Trauerbegleiterin?

Wie finde ich die passende Trauerbegleiterin?

Die passende Trauerbegleitung zu finden, kann in einer schweren Zeit eine Herausforderung sein. Dieser Beitrag zeigt dir, welche Formen der Trauerbegleitung es gibt, worauf du bei der Qualifikation achten kannst, wo du Unterstützung findest und was sie kostet. Du erfährst auch, woran du erkennst, ob du dich bei einer Trauerbegleiterin verstanden, sicher und gut aufgehoben fühlst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Trauerbegleitung kann ganz unterschiedlich aussehen – von klassischer über religiöse bis hin zu psychologisch ausgerichteter oder ganzheitlicher Begleitung.
  • Entscheidend ist, welche Form der Unterstützung zu deinen persönlichen Bedürfnissen passt.
  • Trauerbegleiterin ist in der Schweiz keine staatlich geregelte Berufsbezeichnung. Du darfst im Erstgespräch nach Ausbildung und Methoden fragen.
  • Ein Zertifikat allein sagt wenig darüber aus, ob eine Begleitung zu dir passt. Auch Erfahrung, Einfühlungsvermögen und die Fähigkeit, die eigenen Grenzen zu erkennen, sind wichtig.
  • Trauerbegleitung gibt es einzeln und in Gruppen, vor Ort und online. Du kannst beides auch verbinden.
  • Die Kosten für Trauerbegleitung trägst du in der Regel selbst.
  • Im Erstgespräch darfst du darauf achten, ob du dich verstanden, sicher und gut aufgehoben fühlst.
  • Eine Sitzung darf auch einmal emotional oder anstrengend sein. Beobachte auch, wie du dich in den Tagen danach fühlst.
  • Wenn du nach ein oder zwei Sitzungen merkst, dass es nicht passt, darfst du dich für eine andere Begleitung entscheiden.

Trauerbegleitung kann ganz unterschiedlich aussehen. Klassische Trauerbegleitung, Psychotherapie, religiöse und ganzheitliche Trauerbegleitung haben jeweils andere Methoden und Herangehensweisen.

Gerade in der ersten Zeit nach einem Verlust kann es hilfreich sein, darauf zu schauen, was du persönlich brauchst. Bei meiner Begleitung steht dabei im Vordergrund, in der Anfangsphase Ruhe ins System – in Körper und Geist – zu bringen, damit wieder etwas mehr Stabilität entstehen kann.

Welche Art der Unterstützung passt zu dir? Das darf eine wichtige Frage sein, bevor du dich für eine Trauerbegleiterin entscheidest.

Klassische Trauerbegleitung: Raum für alles, was gerade da ist

Bei einer klassischen Trauerbegleitung steht das Gespräch im Mittelpunkt. Gefühle bekommen Raum, Gedanken können sortiert werden und die Trauer kann gemeinsam eingeordnet werden – zum Beispiel auch mit Blick auf verschiedene Trauerphasen.

Wichtig ist, dass die Begleitung auf die jeweilige Person und ihre Situation eingeht. Denn Trauer verläuft nicht für alle Menschen gleich. Manche brauchen vor allem jemanden, der zuhört und Orientierung gibt, andere wünschen sich zusätzlich Methoden, die ihnen helfen, wieder mehr Ruhe und Halt zu finden.

Religiöse Trauerbegleitung: Wenn der Glaube Halt gibt

Religiöse Trauerbegleitung findet häufig im Rahmen der Seelsorge von Landes- oder anderen Kirchen statt. Auch Therapeut:innen mit einem Theologiestudium können eine solche Begleitung anbieten.

Je nach persönlichem Glauben können unterschiedliche Themen im Mittelpunkt stehen. Eine Frage, die dabei häufig Raum bekommt, ist, was nach dem Tod passiert. Auch die Vorstellung, in einer schwierigen Zeit von Gott getragen und unterstützt zu werden, kann für manche Trauernde sehr entlastend sein.

Für Menschen, die ihren Glauben als Halt erleben, kann diese Form der Begleitung deshalb besonders stimmig sein. Wer hingegen mit Gott hadert oder wütend auf Gott ist, braucht möglicherweise zunächst eine andere Form der Unterstützung. Wer keiner Kirche angehört, sich in Glaubensfragen nicht festlegen möchte oder atheistisch ist, sucht ebenfalls möglicherweise eine andere Form der Begleitung.

Psychologisch ausgerichtete Trauerbegleitung: Wenn du Zusammenhänge verstehen möchtest

Psychologisch ausgerichtete Trauerbegleitung kann von Psycholog:innen angeboten werden, die sich auf Trauer spezialisiert haben, aber auch von Psycholog:innen, deren Schwerpunkt in anderen Bereichen liegt. Im Mittelpunkt stehen Gespräche, das Einordnen von Gefühlen und psychologische Modelle zur Krisenbewältigung.

Gerade wenn du besser verstehen möchtest, was in dir während der Trauer passiert, kann dieser Ansatz hilfreich sein. Dabei können Gefühle und Reaktionen eingeordnet und mithilfe psychologischer Modelle betrachtet werden.

Wann Psychotherapie der richtige Weg ist

Psychotherapie ist eine Behandlung durch Fachpersonen mit entsprechender Ausbildung. Sie kann sinnvoll sein, wenn die Trauer über Monate so schwer bleibt, dass du im Alltag kaum zurechtkommst, kaum schlafen oder essen kannst oder wenn zur Trauer eine Depression oder eine Traumafolge hinzukommt. Eine Trauerbegleitung ersetzt diese Behandlung nicht. Sprich in diesem Fall mit deiner Hausärztin oder deinem Hausarzt.

Wenn du daran denkst, dir das Leben zu nehmen, ruf bitte die Dargebotene Hand unter der Nummer 143 an. Sie ist rund um die Uhr erreichbar.

Spirituelle und ganzheitliche Trauerbegleitung: Wenn mehr Raum da sein darf

Ganzheitliche Trauerbegleitung bezieht Körper, Geist und Seele mit ein. Je nach Begleiterin können dabei Gespräche, körperorientierte Methoden, Entspannung oder spirituelle Aspekte miteinander verbunden werden.

Für mich hängt alles miteinander zusammen: Gespräche sprechen den Geist beziehungsweise Verstand an, Reiki den Körper und eine spirituelle Betrachtung kann Raum für persönliche Fragen und Erfahrungen geben.

Auch Hypnose kann Teil einer solchen Begleitung sein. Sie kann dabei helfen, behutsam hinzuschauen, was wehtut, ohne davon überrollt zu werden. Du bleibst dabei wach, ansprechbar und in Kontrolle. Bei schweren Traumafolgen gehört die Behandlung in therapeutische Hände.

So entsteht eine Begleitung, die verschiedene Ebenen der Trauer berücksichtigt und Raum für die individuelle Wahrnehmung lässt.

Für wen passt welche Form der Trauerbegleitung?

Die Übersicht ist eine Orientierung. Viele Menschen erkennen sich in mehreren Punkten wieder, und auch das ist in Ordnung.

  • Klassische Trauerbegleitung: Du möchtest über deine Gefühle sprechen, deine Gedanken sortieren und deine Trauer einordnen. Du suchst jemanden, der zuhört und dir Orientierung gibt.
  • Religiöse Trauerbegleitung: Dein Glaube gibt dir Halt, und du möchtest Fragen Raum geben, zum Beispiel was nach dem Tod passiert. Wenn du mit Gott hadert, keiner Kirche angehörst oder atheistisch bist, passt vielleicht eine andere Form besser.
  • Psychologisch ausgerichtete Trauerbegleitung: Du möchtest besser verstehen, was in dir während der Trauer passiert, und deine Reaktionen mithilfe psychologischer Modelle einordnen.
  • Psychotherapie: Deine Trauer bleibt über Monate so schwer, dass du im Alltag kaum zurechtkommst, oder es kommen eine Depression oder eine Traumafolge hinzu. Hier ist die ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung der richtige Weg.
  • Ganzheitliche Trauerbegleitung: Du möchtest neben dem Gespräch auch deinen Körper einbeziehen, zur Ruhe kommen und bist offen für Methoden wie Reiki oder Hypnose und für spirituelle Fragen.
  • Einzelbegleitung: Du brauchst zuerst einen geschützten Raum für dich allein und möchtest Themen und Tempo selbst bestimmen.
  • Gruppe oder Trauercafé: Du fühlst dich allein und möchtest dich mit Menschen austauschen, die Ähnliches erlebt haben.

Welche Qualifikation hat eine Trauerbegleiterin?

Trauerbegleiterin ist in der Schweiz keine staatlich geregelte Berufsbezeichnung, und es gibt keine eidgenössisch anerkannte Ausbildung (Quelle: berufsberatung.ch). Einen einheitlichen Abschluss gibt es nicht. Entsprechend unterschiedlich sind Ausbildung und Erfahrung der Menschen, die Trauerbegleitung anbieten.

Ein Zertifikat sagt nicht alles. Lebenserfahrung, Einfühlungsvermögen und die Bereitschaft, sich mit dem Thema Tod auseinanderzusetzen, gehören ebenso dazu. Wichtig ist auch, dass eine Trauerbegleiterin ihre eigenen Grenzen kennt und weiss, wann eine andere Fachstelle oder eine Psychotherapie sinnvoll ist.

Diese Fragen darfst du im Erstgespräch stellen

  • Welche Ausbildung hast du, und mit welchen Methoden arbeitest du?
  • Wie lange begleitest du schon Menschen in Krisen und nach einem Verlust?
  • Wie sieht eine Begleitung bei dir aus?
  • Wo liegen die Grenzen deiner Arbeit, und wann empfiehlst du eine Therapie?
  • Was kostet eine Sitzung?

Eine seriöse Begleiterin beantwortet diese Fragen offen und kann auch klar sagen, wo die Grenzen ihrer Arbeit liegen.

Mein Hintergrund

Seit 16 Jahren begleite ich Menschen in persönlichen Lebenskrisen. Auch eigene Trauererfahrungen haben meinen Weg geprägt. Ich weiss aus eigener Erfahrung, wie unterschiedlich Trauer sein kann und wie sehr sie das eigene Leben verändert.

Für meine Arbeit in der Trauerbegleitung verbinde ich meine langjährige Beratungserfahrung mit meinen Ausbildungen als Reiki-Meisterin und Hypnosetherapeutin. Dabei geht es mir darum, den Menschen als Ganzes zu sehen und dort anzusetzen, wo gerade etwas gebraucht wird.

Mehr über mich und meinen persönlichen Weg erfährst du auf der Seite Über mich.

Wo findest du Trauerbegleitung?

Das Bestattungsunternehmen und das Bestattungsamt kennen oft Angebote in deiner Region. Einige Gemeinden führen Listen mit verschiedenen regionalen Angeboten.

Weitere Anlaufstellen:

  •  Selbsthilfe Schweiz: Eine Themenliste zu Tod, Trauer und Verlust mit Trauercafés und Gruppen, auch im Raum Zürich, zum Beispiel für die Trauer um eine Partnerin oder einen Partner, um Geschwister oder um erwachsene Eltern.
  • Reformierte Kirche Kanton Zürich: Seelsorge in den Kirchgemeinden und eine Übersicht der Trauergruppen im Kanton Zürich als PDF. Du musst nicht Mitglied sein, um nachzufragen.
  • Trauerportal: Dort findest du in deinem Kanton Kontakte rund ums Thema Trauer. Das heisst von der Trauerrednerin bis zur Trauerbegleiterin.
  • Pro Pallium: Trauergruppe für Eltern nach dem Verlust eines Kindes in Zürich und online.
  • Die Dargebotene Hand, Telefon 143: Ein offenes Ohr rund um die Uhr, auch nachts, wenn die Gedanken kreisen.

Wenn du selbst im Internet suchst, hilft die Kombination aus «Trauerbegleitung» und deinem Wohnort, zum Beispiel «Trauerbegleitung in meiner Nähe». Lies die Website in Ruhe und achte nicht nur auf die Qualifikationen, sondern auch darauf, wie die Person über Trauer spricht. Fühlst du dich von der Sprache angesprochen? Erkennst du dich darin wieder?

Ein kurzes Kennenlerngespräch zeigt dir meist schnell, ob es für dich passt.

Einzelbegleitung oder Gruppe: Was passt zu dir?

Beides hat seinen Platz. Manche Menschen brauchen zuerst einen geschützten Raum für sich allein. Andere erleben es als Entlastung, mit Menschen zu sprechen, die Ähnliches durchgemacht haben. Und manche verbinden beides.

EinzelbegleitungGruppe oder Trauercafé
Rahmen: Du bist mit der Begleiterin allein. Alles bleibt unter euch.Rahmen: Du triffst andere Trauernde. Meist leitet eine Fachperson oder eine geschulte Freiwillige.
Tempo: Du bestimmst Themen und Rhythmus.Tempo: Der Ablauf richtet sich nach der Gruppe.
Austausch: Du wirst gehört und begleitet.Austausch: Du erlebst, dass andere Ähnliches fühlen. Das kann entlasten.
Kosten: In der Regel pro Sitzung oder als Paket.Kosten: Oft kostenfrei oder günstiger, je nach Anbieter.
Gut, wenn: du dich in einer Gruppe noch nicht öffnen möchtest oder über sehr Persönliches sprechen willst.Gut, wenn: du dich allein fühlst und den Austausch mit Gleichbetroffenen suchst.

Ich biete Einzelbegleitung an. Für den Austausch in einer Gruppe verweise ich gerne auf die oben genannten Anlaufstellen. Beides lässt sich gut kombinieren.

Wie läuft eine Sitzung bei mir ab?

Jede Begegnung ist anders. Ein grober Rahmen hilft dir trotzdem, dir vorzustellen, was dich erwartet.

Zu Beginn frage ich dich, wie es dir geht, körperlich und emotional. Vielleicht hast du Herzrasen, schläfst schlecht oder kannst nicht mehr klar denken. Gemeinsam ordnen wir ein, was du erlebst. Ich erkläre dir auch, dass Trauer ein Prozess ist und solche Reaktionen dazugehören können. Wenn dich körperliche Beschwerden beunruhigen, lass sie bitte zusätzlich ärztlich abklären.

Danach mache ich dir individuelle Vorschläge, was in deiner aktuellen Situation helfen kann. Manchmal ist es Unausgesprochenes mit der verstorbenen Person. Manchmal ist es etwas ganz Praktisches, zum Beispiel wenn du plötzlich alleinerziehend bist und mit der Situation überfordert bist.

Je nach Situation kann anschliessend Reiki Teil der Sitzung sein. Viele empfinden das als sehr angenehm, weil der Kopf eine Pause bekommt. Zum Schluss besprechen wir, was du gespürt hast, und runden die Sitzung gemeinsam ab.

Vor Ort oder online?

Beides ist möglich, und beides hat Vorteile. Vor Ort erlebst du einen ruhigen Raum ausserhalb deines Alltags. Online sparst du dir den Weg und sitzt in deiner vertrauten Umgebung. Gerade in den ersten Wochen nach einem Verlust kann das den Unterschied machen, ob du einen Termin überhaupt wahrnimmst.

  • Gespräche: in der Praxis in Adliswil oder online per Video. Auf Anfrage sind auch Hausbesuche in Adliswil und Zürich Süd möglich.
  • Reiki: in der Praxis oder als Fernbehandlung online.
  • Hypnose: ausschliesslich vor Ort in der Praxis.
  • Kennenlerngespräch: per Telefon oder Video.

Du musst dich nicht für eine Form festlegen. Manche Menschen starten online und kommen später in die Praxis, andere bleiben bei einer Form.

Was kostet Trauerbegleitung?

Die Preise unterscheiden sich je nach Ausbildung, Dauer und Methode. Bei mir sind sie von Anfang an transparent, und du entscheidest, wie oft du kommen möchtest. Das Kennenlerngespräch ist kostenlos.

AngebotDauerPreisFormat
Kennenlerngesprächnach BedarfkostenlosTelefon oder Video
Einzelgespräch, erster Termin90 Min.CHF 180Praxis oder online
Einzelgespräch60–75 Min.CHF 150Praxis oder online
Reiki-Behandlung60 Min.CHF 120Praxis oder online (Fernbehandlung)
Hypnose90 Min.CHF 190nur in der Praxis
3 Monate Trauerbegleitung6 Sitzungen à 90 Min.CHF 1'200Praxis oder online, Methoden nach Bedarf
6 Monate Trauerbegleitung10 Sitzungen à 90 Min.CHF 2'100wie 3 Monate, zusätzlich Begleitung zwischen den Sitzungen
Orientierungshilfe nach dem Todesfall–kostenlosPDF per E-Mail

Die Pakete sind günstiger als einzelne Sitzungen. Du kannst mit einzelnen Terminen beginnen und später in ein Paket wechseln, wenn Vertrauen entstanden ist.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Trauerbegleitung gehört in der Regel nicht zu den Leistungen der Grundversicherung. Anders ist es bei einer Psychotherapie auf ärztliche Anordnung. 

Welches Angebot könnte zu deiner Situation passen?

Diese Übersicht ist eine erste Orientierung. Im Kennenlerngespräch finden wir gemeinsam heraus, was für dich stimmt. Es darf sich auch im Lauf der Zeit verändern.

Deine SituationWas dir helfen kannMögliches Angebot
Ein Mensch ist gerade gestorben. Du funktionierst und weisst nicht, was zuerst zu erledigen ist.Überblick und eine erste Verschnaufpause.Orientierungshilfe nach dem Todesfall. Danach ein Kennenlerngespräch.
Die Gedanken kreisen, du schläfst schlecht und dein Körper kommt nicht zur Ruhe.Körperliche Ruhe, wenn der Kopf nicht abschalten kann.Reiki-Behandlung, vor Ort oder als Fernbehandlung online.
Du möchtest erzählen und sortieren, ohne bewertet zu werden.Zuhören, Raum für alle Gefühle und Orientierung für den nächsten Schritt.Einzelgespräch, vor Ort oder online.
Gefühle sitzen fest, oder es gibt Ungesagtes und Ungeklärtes, das dich nicht loslässt.Behutsam hinschauen, in deinem Tempo.Hypnose, ausschliesslich vor Ort.
Du möchtest über einen längeren Zeitraum begleitet werden.Regelmässige Termine können dabei helfen, einen verlässlichen Rahmen zu schaffen.3 Monate Trauerbegleitung.
Die akute Zeit ist sehr schwer, und zwischen den Sitzungen möchtest du auch im Alltag Unterstützung haben.Kurze Impulse und Stabilisierung im Alltag.6 Monate Trauerbegleitung mit Begleitung zwischen den Sitzungen.
Du möchtest dich mit Menschen austauschen, die Ähnliches erlebt haben.Austausch mit Gleichbetroffenen.Trauergruppe oder Trauercafé, siehe Anlaufstellen weiter oben.
Die Trauer bleibt über Monate so schwer, dass dein Alltag kaum noch geht.Medizinische oder psychotherapeutische Abklärung.Hausärztin, Hausarzt oder Psychotherapie. Eine Begleitung kann ergänzend dazukommen.
Du bist unsicher, was du brauchst.Ein Gespräch ohne Verpflichtung.Kostenloses Kennenlerngespräch.

Die Begleitung ersetzt keine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung.

Woran merkst du, dass die Trauerbegleiterin zu dir passt?

Eine passende Trauerbegleitung kann daran erkennbar sein, dass du dich verstanden fühlst und nach dem Gespräch etwas Erleichterung verspürst. Gleichzeitig können Gespräche Gefühle freisetzen, sodass du dich während einer Sitzung zunächst auch aufgewühlter fühlen kannst.

Gegen Ende der Sitzung kann sich wieder etwas mehr Sicherheit zeigen. Vertrauen und Sicherheit sind die Voraussetzung für eine gute Trauerbegleitung. Gerade beim Thema Tod sollte es keine Tabus geben: Alles darf angesprochen, gefragt oder hinterfragt werden. Genau das kann helfen, einen eigenen Umgang mit der Trauer zu finden.

Das Erstgespräch: Dein Gefühl darf mitentscheiden

Beim Erstgespräch darfst du darauf achten, ob du einen Draht zur Trauerbegleiterin hast und dich verstanden fühlst. Wenn die wichtigsten Fakten geklärt sind, kann auch dein Bauchgefühl eine wichtige Orientierung sein: Hast du ein gutes Gefühl dabei, mit dieser Person weiterzuarbeiten?

Eine Sitzung darf auch einmal anstrengend oder emotional sein. Entscheidend ist nicht, dass du dich danach immer sofort gut fühlst. Frag dich vielmehr:

  • Fühle ich mich ernst genommen?
  • Kann ich offen sprechen?
  • Habe ich das Gefühl, dass ich mich mit meinen Gefühlen zeigen darf?
  • Möchte ich dieser Person wieder begegnen?

Wichtiger als ein einzelner emotionaler Moment kann sein, wie du dich in den nächsten Tagen danach fühlst. Trauer verschwindet nicht nach einer Sitzung. Sie ist ein länger dauernder Prozess, zu dem auch Rückfälle gehören können.

Nervosität und Unsicherheit vor dem ersten Gespräch sind völlig verständlich. Sie legen sich oft schon nach der ersten Sitzung etwas, und das Vertrauen kann mit der Zeit wachsen.

Du darfst jederzeit ansprechen, wenn du dich mit etwas nicht wohlfühlst. Auch was dir gutgetan hat und was nicht, gehört in die Begleitung und darf offen benannt werden.

Du darfst die Begleitung wählen, die sich für dich richtig anfühlt

Trauer ist etwas sehr Individuelles, deshalb ist es wichtig, dass du bei der Wahl einer Trauerbegleitung auch auf deine eigenen Bedürfnisse achtest. Du musst nicht von Anfang an wissen, welche Form der Begleitung zu dir passt.

Du kannst eine Trauerbegleitung ausprobieren und nach ein oder zwei Sitzungen schauen, wie es sich für dich anfühlt. Wenn du merkst, dass es nicht passt, darfst du wechseln. Wenn du dich mit der Begleitung wohlfühlst und ein gutes Gefühl hast, kann das eine wichtige Grundlage für den weiteren gemeinsamen Weg sein.

Gerade bei einem so heiklen Thema wie Trauer ist eine gewisse Schwellenangst normal. Trotzdem bist du oft nur einen Anruf oder eine E-Mail davon entfernt, dir Unterstützung in deiner schwierigen Situation zu holen.

Hilfe anzunehmen kann besser sein, als nichts zu tun und die Trauer immer weiter mit sich allein auszumachen.

Wenn du magst, kannst du dich gerne für ein kostenloses Kennenlerngespräch melden: sandramaechler.ch/kontakt. Für die ersten Tage nach einem Todesfall findest du ausserdem meine kostenlose Orientierungshilfe.

Weiterlesen auf sandramaechler.ch

FAQs

Welche Arten von Trauerbegleitung gibt es?

Es gibt unterschiedliche Formen der Trauerbegleitung, darunter klassische, religiöse, psychologisch ausgerichtete und ganzheitliche Trauerbegleitung. Die jeweiligen Methoden und Herangehensweisen unterscheiden sich.

Welche Qualifikation braucht eine Trauerbegleiterin?

Trauerbegleiterin ist in der Schweiz keine staatlich geregelte Berufsbezeichnung, und es gibt keine eidgenössisch anerkannte Ausbildung (Quelle: berufsberatung.ch). Du darfst im Erstgespräch nach Ausbildung, Methoden und Erfahrung fragen. Auch die Fähigkeit, die eigenen Grenzen zu erkennen und bei Bedarf an andere Fachstellen weiterzuverweisen, ist wichtig.

Wo finde ich Trauerbegleitung in meiner Nähe?

Hausarztpraxen, Bestattungsunternehmen und Bestattungsämter kennen Angebote in deiner Region. Auch Selbsthilfe Schweiz, der Verein Krisen- und Trauerbegleitung Schweiz und die Websites einzelner Begleiterinnen helfen bei der Suche.

Woran erkenne ich, ob eine Trauerbegleiterin zu mir passt?

Du kannst darauf achten, ob du dich verstanden fühlst, einen guten Draht zur Trauerbegleiterin hast und dich sicher fühlst. Auch dein Bauchgefühl und die Frage, wie du dich in den Tagen nach dem Gespräch fühlst, können dir bei der Entscheidung helfen.

Was passiert bei einem Erstgespräch?

Im Erstgespräch kannst du die Trauerbegleiterin kennenlernen und herausfinden, ob die Chemie zwischen euch stimmt. Du darfst auch ansprechen, wenn du dich mit etwas nicht wohlfühlst oder bestimmte Vorstellungen von deiner Begleitung hast.

Einzelbegleitung oder Gruppe: Was ist besser?

Das hängt davon ab, was du gerade brauchst. Einzelbegleitung bietet einen geschützten Raum in deinem Tempo. In einer Gruppe triffst du Menschen, die Ähnliches erleben. Du kannst beides auch verbinden.

Ist Trauerbegleitung auch online möglich?

Ja. Gespräche per Video und Reiki als Fernbehandlung funktionieren online. Hypnose ist bei mir ausschliesslich vor Ort in der Praxis möglich.

Was kostet Trauerbegleitung?

Die Preise unterscheiden sich je nach Anbieter, Dauer und Methode. Bei mir kostet ein Einzelgespräch CHF 150, eine Reiki-Behandlung CHF 120 und eine Hypnose CHF 190. Das Kennenlerngespräch ist kostenlos.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Die Grundversicherung übernimmt Trauerbegleitung in der Regel nicht. Psychotherapie auf ärztliche Anordnung ist eine Leistung der Grundversicherung (Quelle: Bundesrat).

Wann brauche ich Psychotherapie statt Trauerbegleitung?

Wenn die Trauer über Monate so schwer bleibt, dass du im Alltag kaum zurechtkommst, oder wenn eine Depression oder eine Traumafolge hinzukommt, kann eine Behandlung sinnvoll sein. Sprich mit deiner Hausärztin oder deinem Hausarzt. Bei Gedanken, dir das Leben zu nehmen, erreichst du die Dargebotene Hand unter 143 rund um die Uhr.

Muss ich mich sofort für eine Trauerbegleiterin entscheiden?

Nein. Du kannst eine Begleitung zunächst ausprobieren und nach ein oder zwei Sitzungen prüfen, wie es sich für dich anfühlt. Wenn du merkst, dass die Begleitung nicht zu dir passt, darfst du wechseln.

Ist es normal, vor dem ersten Gespräch nervös zu sein?

Ja. Gerade beim Thema Trauer kann eine gewisse Schwellenangst ganz normal sein. Mit der ersten Sitzung sollte die Unsicherheit nachlassen und mit der Zeit Vertrauen entstehen.

Wie lange dauert Trauer?

Trauer ist ein länger dauernder und individueller Prozess. Sie verschwindet nicht einfach nach einer Sitzung, und auch Rückfälle können dazugehören.

Autorin: Sandra Maechler

Über die Autorin: Sandra Maechler ist selbstständige Trauerbegleiterin mit 16 Jahren Coaching-Erfahrung in Krisen- und Übergangsphasen. Sie begleitet Menschen nach dem Verlust eines Partners, eines Elternteils, eines Freundes oder eines Kindes. Dabei arbeitet sie mit Gesprächsbegleitung, Hypnose und Reiki und das in Adliswil/Zürich und auch online. sandramaechler.ch

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